In den meisten Fällen sind in Booten und Wohnmobile größtenteils Blei-, Säure-, AGM-, oder Gelbatterien verbaut.
Wenn eine LiFePO4 Batterie zum Einsatz kommt, dann sollte bei der Planung wie folgt vorgegangen werden:
- Wie ist der aktuelle Stand der alten Ladetechnik?
- Lichtmaschine Leistung Ampere?
- Diodentrennung (Starter + Servicebatterie)?
- Kabelquerschnitt und Kabellänge von der Lichtmaschine bis zur Batterie?
- 230 Volt Ladegerät – LiFePO4 – Ladekennlinie CC/CV einstellbar? (bei neueren Geräten ist dies meistens möglich)
- Ladebooster schon vorhanden (zwischen Starter- und Servicebatterie)?
- Solaranlage, Windgenerator etc. vorhanden?
- Bisherige Kapazität der alten Batterien?
- Genügend Platz für die neuen Batterie?
Den Energiebedarf ermitteln:
Welche Verbraucher benötigen über 24 Stunden wie viel Energie (A)?
Um energetisch einige Tage autark zu sein, muss z.B. bei Segelbooten und Wohnmobilen folgendes berücksichtigt werden:
Sind Ankernächte und Nachtfahrten mit längeren Zeiten ohne Stromversorgung zu berücksichtigen? – Camping ohne Stromversorgung?
Welche Geräte benötigen Strom wie z.B. : Wechselrichter, Heizung, Lichter, Handy etc. müssen bei diesen Vorhaben mit Strom zusätzlich versorgt werden?
Ziele:
Welcher Strombedarf muss nach den vorhandenen Verbraucher kalkuliert werden? Zuzüglich solte ein Sicherheitspuffers eingeplant werden. Zu empfehlen sind 20-40%. Im Laufe der Zeit werden mit Sicherheit weitere Stromverbraucher hinzukommen, die auch versorgt werden wollen. Bei einem ausreichenden Sicherheitspuffer sind auch spontane, längere und autarke Reisen unbeschwerdet möglich.
Energieermittlung aller Geräte?
Dauer des autarken Zeitraums?
Berücksichtigung von Ladeströmen z.B. Solar, -Windenergie etc.
Auswahl der Batteriekapazität:
In den meisten Segelbooten sind 2 Batterien mit 100AH vorhanden.
Diese Kapazität von 200AH stehen aber bei Blei/AGM/GEL Batterien nur ca. 40-50% begrenzt zur Verfügung.
Weiter dürfen diese Batterien nicht entladen werden.
Desweiteren lässt die Kapazität dieser älteren Batterietechnik schon nach wenigen Jahren sehr stark nach.
Diese Batterien älterer Technik sind gegen Tiefentladung nicht geschützt, z.B. bei Booten – infolge einer Nachtfahrt, Ankernacht oder im Winterlager, oder bei Caravans – beim Campen ohne Stromanschluss. Schnell geraten herkömmliche Batterien in die Tiefentladung und nehmen irreparablen schweren Schaden, sodass die Batterien schon nach wenigen Jahren ausgetauscht werden müssen.
Ist die Batterie durch eine Tiefentladung erst einmal geschädigt, so stehen nur noch ca. 10 – max. 30% der Kapazität zur Verfügung. Stromprobleme treten auf z.B. lässt sich die 12V – Dieselheizung nicht mehr starten oder Kühlschrank und Bordnavigation steigen bei schnell sinkender Spannung aus.
Desweiteren wächst an Bord / im Caravan der Strombedarf durch Wechselrichter, Kaffeemaschine, Wasserkocher, Fernseher, angenehme Raumbeleuchtung, Handyladefunktion etc.
Hierbei ist ein LiFePO4 (Lithium Eisen Phosphat) Batterie die perfekte Wahl. Bestandsaufnahme / Checkliste der alten Stromversorgung: