Überblick: Lithium Akkus für Wohnmobile
Sie sind auf der Suche nach Informationen zu Lithium (Ionen) Batterien für das Wohnmobil oder möchten einen Lithium Ionen Akku kaufen? Moment, hier habe ich gleich einen Einwand: Eine Lithium IONEN Batterie kommt in Elektrofahrzeugen und Elektrogeräten zum Einsatz. Im Wohnmobil verbauen wir Lithium EISENPHOSPHAT Batterien, kurz LiFePO4.
Und da können wir helfen, denn wir sind auf die LiFePO4 Umrüstung bei Wohnmobilen spezialisiert.
Etwas Grundwissen zu Lithiumbatterien:
Zuerst einmal eine kleine Einführung zu Batterien aus Lithium. Wie sind sie aufgebaut, wie funktionieren sie und wo liegen die Unterschiede?
Wie sind Lithium Eisen Phosphat 12V Batterien aufgebaut?
Die Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) Batterie ist die sicherste der regulären Lithium Batterien. Die Nennspannung einer Lithium Zelle beträgt 3,2 V (Blei-Säure: 2 V/Zelle). Somit besteht eine 12,8V Lithiumbatterie, wie sie bevorzugt im Wohnmobil eingesetzt wird, aus 4 in Reihe geschalteten Zellen. Zum Beispiel entstehen aus 4 x 3,2V 100Ah Zellen ein „Lithium Akku 12V 100Ah“. LiFePO4 24V Akkus (eigentlich ja 25,6V) bestehen aus 8 in Reihe geschalteten Zellen. Meist werden zwei 12V Blöcke in Reihe geschaltet um 24V Bordnetze zu betreiben.
Dürfen LiFePO4 Batterien unter 0 Grad betrieben werden?
Im Wohnmobil gibt es eher selten ein Temperaturproblem, da die Batterie meist im beheizten Fahrzeuginnenraum betrieben wird. Die LiFePO4 liefert problrmlos Strom an die Verbraucher bis -30°C. Unter 0 bis -35°C sollte zum Laden eine „Heizung“ ausgewählt werden. Dies könnte notwendig werden, wenn die LiFePO4 in einem Batteriegehäuse außerhalb des Fahrzeuginnenraums untergebracht ist.
Bei diesen niedrigen Außentemperatunen, sorgt eine optionale Heizung automatisch für die richtige Temperatur innerhalb der Batterie. Bei unseren TKC-Power Batterien ist die POLAR-Version mit einer Heizung ausgestattet.
Diese Entwicklung ist wohl der Nachfrage der Wohnmobilisten geschuldet, die ihre Batterie im Winter laden möchten, wenn das Wohnmobil nicht genutzt wird. Tatsächlich muss eine Wohnmobil-Batterie, die aus Blei besteht, nachgeladen werden, damit sie keinen Schaden nimmt.
Doch das gilt nicht für die LiFePO4!
Wenn man die Batterie auf z.B. 80% lädt, und dann mit einem Batterietrennschalter ALLE Verbraucher abschaltet, dann entlädt sie sich nicht und kann über viele Monate hinweg gelagert werden.
Balancer, BMS und Zellausgleich LiFePO4:
Was hat es mit dem Zellausgleich auf sich, was sind Balancer und wozu benötige ich ein Batteriemanagement?
Zellausgleich: Balancer
Wie schon oben beschrieben besteht ein 12V LiFePO4 Akku aus 4 einzelnen Zellen. Durch Laden und Entladen „driften“ die Zellen in ihrem Ladezustand lagsam immer weiter auseinander. Der Zelldrift ist nicht groß, aber trotzdem muss er immer mal wieder ausgeglichen werden. Dazu sitzt auf jeder Lithium Zelle eine Balancer-Platine. Sie überwacht nicht nur den Spannungsverlauf der Zelle, sondern schaltet auch bei Erreichen einer Ladeendspannung einen kleinen Stromverbraucher (0,7A) in Form eines Widerstandes ein. Heute werden auch oft aktive Balancer eingesetzt, die Strom von der volleren in die leereren Zellen leiten.
Beispiel für den Zellausgleich einer Lithium Batterie: eine Zelle weist einen leicht niedrigeren Ladzustand als die anderen 3 Zellen auf. Beim Laden bekommen zunächst alle Zellen den gleichen Ladestrom und mit stigendem Ladezustand der Batterie steigt auch die Zellspannung an. Irgendwann sind 3 der 4 Zellen voll. Drei der vier Balancer aktivieren nun den Widerstand, was den Ladestrom an diesen Zellen um 0,7A sinken lässt. Unsere eine Zelle, welche noch eine geringere Spannung hat, bekommt weiter den vollen Ladestrom und kann sich an den Ladezustand der anderen Zellen angleichen.
Auch in Bleibatterien gibt es einen Zelldrift, dieser wird jedoch bei jedem Vollladen durch Gasen einzelner Zellen automatisch ausgeglichen. Da Lithium Zellen nicht gasen können und werden mit Balancern (durch das BMS) ausgeglichen.
Zusätzlich zum Zellausgleich werden Zellspannung und Temperatur von den Balancern kontinuierlich überwacht. Sollte ein Grenzwert überschritten werden, schaltet ein Alarmkontakt. Es gibt je einen Schaltkontakt für Über- und Unterspannung auf jedem Balancer. Die Kontakte sind in Ruhestellung geschlossen und in Reihe wie die Lichterkette am Weihnachtsbaum miteinander verbunden. Meldet ein Balancer einen Fehler, wird der Kreis geöffnet und das BMS kann eingreifen.
BMS Batteriemanagement
Ein BMS ist ein Bindeglied zwischen Verbrauchern und Balancern, und eine obligatorische Komponente einer Lithiumbatterie. Das Batteriemanagement steuert und kontrolliert alle einzelnen Zellen der LiFePO4 und schaltet die Batterie bei Gefahr ab.
Lithium Batterien im Wohnmobil – die Entwicklung:
Noch vor wenigen Jahren kannten nur wenige die Vorzüge von Lithium Eisen Phosphat Akkus als Wohnmobilbatterie. Noch wenige, meist mutige Bastler, haben solche Batterien ins Wohnmobil eingebaut. Obwohl es Lithium Eisen Phosphat Batterien schon seit 1995 gibt, hat es ziemlich lange gedauert, bis sie sich wirklich durchsetzen konnten – dann aber mit aller Macht. Aus dem Modellbaubereich kenne ich diese Batterieart schon sehr lange und wir haben damit immer sehr gute Erfahrungen gemacht. Mit den E-Bikes wurden Lithium Ionen Batterien auch der breiten Masse zugänglich gemacht und die Menschen sahen, dass es gar nicht so schlecht ist, Lithium als Stromspeicher zu nutzen. Anders als im Bleiakku kann man mit „LiFePO4 Akkus“ die volle Kapazität nutzen und hat bis zum „letzten Tropfen“ immer die volle Leistung. Seit vielen Jahren sind Lithium Batterien daher auch im Wohnmobil zu finden und seit 2014 bieten Hersteller LiFePO4 Wohnmobil Batterien an.
Vorzüge von LiFePO4 im Camper:
Hier kurz zusammengefasst:
- LiFePO4 Batterien der sind die erprobte und erste Wahl für Langzeitreisende und Fernreisende.
- Bei Minustemperaturen von bis ca. -30°C werden in den Batterien Heizfolien eingesetzt und können entsprechend geladen werden.
TKC Power – hat exklusiv eine LiFePO4 speziell für Wohnmobile und Marine entwickelt:
Batterien mit integriertem BMS und einer Batterieüberwachung per App
- einen integrierten Sicherheitsmonitor.
- Einen Sicherheits– Systemschalter, mit dem das Batteriesystem nach einer Abschaltung neu gestartet oder zur längeren Lagerung heruntergefahren werden kann.
- Laden bei Minustemperaturen
- Höhere Lebensdauer als bei Bleibatterien (Mehr als 10 Jahre!): insbesondere bei, Langzeitreisenden, Vielreisenden etc. kommt der günstigste Strom aus der Lithium Batterie.
- Mehr Zyklen (70% DOD 3000Zyklen!), also deutlich längere Lebensdauer – auch bei gelegentlicher Tiefenentladung. Maximal sind bis zu 10TD Zyklen möglich.
- Unabhängig im Ladestrom: die LiFePO4 nimmt, was sie bekommt, auch wenn sie fast voll ist.
- Keine Brandgefahr wie bei Li-Ion Batterien!
- Lithium Eisenphosphat Batterien brennen und explodieren nicht.
- 50% leichter als Blei Batterien – gerade deshalb sind sie für Wohnmobile ohne viel Zuladung interessant. Oder für Allradfahrzeuge, die im Sinne der Geländegängigkeit auf ihr Gewicht achten möchten.
- Tiefentladefestigkeit bis mit 1% Ladezustand.
- Hoher Ladewirkungsgrad und Schnellladefähigkeit
Vier Hauptvorteile sprechen für den 12v Lithium Akku:
LiFePO4s sind extrem leicht! Im Wohnmobil müssen wir alle aufs Gewicht achten. Will man autark und unabhängig vom Landstrom sein, benötigt man viel Batteriekapazität, was wiederum viel Gewicht bedeutet. Lithium Eisen Phosphat Batterien sind deutlich leichter als Bleibatterien: 200Ah von TKC-Power wiegen 23 Kilo eine 200Ah Bleibatterie wiegt über 50 Kilo.
- Extrem hohe Zyklenzahlen möglich! Wer viel reist, benötigt viel Strom. Die Ansprüche an Luxus werden auch immer größer, möchte man doch nur ungern auf Fernseher und Kaffeemaschine im (Langzeit-) Urlaub verzichten. Aber jede Entladung einer Batterie kostet ein Stückchen Lebenszeit. Da ist es doch toll, wenn Lithium Batterien nur 1/10 so schnell verschleißen, im Vergleich zu Bleiakkus.
- 100% Batteriekapazität steht bei LiFePO4 Batterien voll nutzbar zur Verfügung! Bleibatterien sollten nur maximal zu 50% entladen werden, darunter können sie weder hohe Ströme liefern, noch wird es ihre Lebensdauer positiv beeinflussen. Ganz anders sind hier LiFePO4 Akkus.
- Eine Batterie wie einen Wassertank nutzen!
Lithium Akkus müssen nicht voll aufgeladen werden! Das ist ein unwahrscheinlich großer Vorteil gegenüber Bleibatterien. Anders als Bleiakkus sulfatieren LiFePO4 Batterien nicht und nehmen daher keinen Schaden, wenn sie mit Solarstrom nicht ganz voll geladen werden. Das ermöglicht im Wohnmobil eine ganz neue Ära von Batteriestrom.
Die beste Wohnmobil Batterie: definitiv Lithium
Stellen Sie sich einfach vor, Sie könnten Strom genauso nutzen wie die Wasserversorgung im Wohnmobil. „Wasserhahn“ auf und es kommt Wasser mit dem gleichen Druck, vom ersten bis zum letzten Tropfen. Füllt man den Wassertank nur bis zur Hälfte interessiert das niemanden, nicht einmal den Tank selbst. Würde man die Bleibatterie so behandeln, wird sie nicht lange halten – für eine Lithium Batterie dagegen sind das beste Betriebsbedingungen.
Kurze Information dazu, wie Bleibatterien funktionieren: Bleibatterien bestehen aus Batteriesäure und Blei. Beim Entladen „wandert“ die Säure in die Bleiplatten. Bei dieser Reaktion entsteht Strom. Beim Laden wird diese Verbindung wieder getrennt. Je länger eine entladene oder teil entladene Batterie stehen bleibt, desto fester wird diese Verbindung von Säure und Blei. Sulfation entsteht – welche sich mit steigender Zeit immer schwieriger lösen lässt. Außen merkt man es nur an der sinkenden Kapazität der Batterie. Daher ist es wichtig, Bleibatterien nach dem Entladen am besten sofort wieder aufzuladen.
Lithium Batterien sulfatieren nicht, sie funktionieren wie der oben beschriebene Wassertank. Solange sie nicht ganz voll oder ganz leer sind, fühlen sie sich pudelwohl.
Wir fassen zusammen – Lithium Eisen Phosphat Batterien benötigen:
- Keine Absorptionsladung über Stunden
- Keinen spezifischen Ladestrom
- Keine spezielle Ladeendspannung
Es ist einfach die beste Wohnmobil Batterie in Verbindung mit einer Solaranlage. Mit LiFePO Batterien kann man ein wirklich stromautarkes Wohnmobil realisieren, welches (je nach Auslegung) nie an eine 230V Steckdose muss.
Zwei Szenarien für den Einsatz von 12V LiFePO4 Batterien im Wohnmobil:
- Autark ohne Solarstrom
Sie reisen gerne und viel, bleiben nie lange an einem Ort, womöglich auch noch im Winter und möchten keine (größere) Solaranlage montieren. Mit einem Ladebooster und 230V Landstrom Ladung (als Backup) wird der Lithium Akku im Wohnmobil nachgeladen. Genaue Anzeigen informieren (auf Wunsch auch per Bluetooth) genau über den Ladezustand. Wenn sich der Akku durch kurze Fahretappen nicht ganz aufladen kann, ist das vollkommen egal. Sie interessieren sich nur dafür, ob für die kommende Standzeit genug Energie im Speicher ist. - Nahezu 100% auf Solar Ladung – Landstrom und Ladebooster nur als BackUp:
Der größte Teil des Ladestroms kann von Solarmodulen auf dem Wohnmobil Dach erzeugt werden. Die LiFePO4 Akkus werden im Winter dabei wochenlang gar nicht voll. Je nach Wetterlage sinkt der Ladezustand jeden Tag ein wenig oder steigt auch wieder langsam an, wenn längere Zeit gutes Wetter ist. Diese Rechnung geht beim Überwintern in Südeuropa wunderbar auf, in Deutschland wäre es wohl nicht möglich. Landstrom oder Nachladen über 230V während der Fahrt nur, wenn die Akkus unter 20% Ladezustand fallen..
Ist die Lithiumbatterie im Wohnmobil wirklich teuer?
Lithiumbatterien sind im Vergleich zu Blei-Säure-Batterien teurer in der Anschaffung. Sie dürfen jedoch nicht den Anschaffungspreis alleine, mit dem von Bleibatterien vergleichen. Bedenken Sie, welche Mehrleistung Sie für den höheren Preis bekommen. Lithiumbatterien sind wesentlich besser anspruchsvollen Einsätzen im Wohnmobil gewachsen, Zyklenzahlen sprechen für sich, sie können nicht nur schnell wieder aufgeladen werden, sondern auch wesentlich tiefer entladen werden. Da eine Lithium-Batterie mit halber Kapazität einer Bleibatterie genauso viel NUTZBARE Energie abgeben kann, sind die Investitionskosten schon gar nicht mehr so hoch, als der erste Blick auf einen LiFePO4 Akku 12v 100AH zuerst vermuten lässt. Ersetzt so ein Akku doch ganze 200Ah in Blei!
Planung von Energiekonzepte für Neufahrzeuge:
Meist geht es hierbei um ein Autarkpaket mit Solar, Ladegerät 230V und vielleicht einem Ladebooster-B2B.
Plane ich ein autarkes Wohnmobil auf Bleibatterie Basis, muss ich teure Bleibatterie Ladegeräte einplanen. Die Solaranlage muss so ausgelegt sein, dass sie bis zum Mittag die Batterien wieder nachgeladen hat, um am Nachmittag genug Zeit für die wichtige Absorptionsladung zu haben. Da Solaranlagen nur über den Mittag mit maximaler Leistung arbeiten, werden Bleibatterien nur selten mit mehr als 10% ihrer Kapazität als Ladestrom versorgt. GEL Batterien benötigen 6-8 Stunden Absorptionsladezeit mit 14,4V. Wie soll eine Solaranlage das an einem Tag schaffen, wenn sie zuvor erst die Batterie noch aufladen muss, um überhaupt in diese Ladephase zu kommen? Vor allem im Winter reicht die Zeit dafür meist nicht. Darum sollte man alle 7 Tage für mindestens 12 Stunden an eine 230V Steckdose fahren, damit sich Bleibatterien mal wieder richtig erholen können und wirklich voll werden.
Ganz anders sieht es da bei LiFePO4 Akkus aus:
Bei der Planung einer Solaranlage ist der Tages-Strombedarf ausschlaggebend, und dazu noch Jahreszeit und Land, in dem eine Solaranlage den Tagesverbrauch erreichen muss. Da bei LiFePO4 keine Absorptions-Ladung nötig ist, es total egal ist, wie voll sie sind, reicht es eine Solaranlage so auszulegen, dass der Tagesertrag beim schlechtesten Sonnenstand gerade noch zu Sonnenuntergang erreicht wird. Dadurch bleibt der ganze Tag zum Batterien laden, was weniger Solarleistung bedarf. Auch Landstrom (230V) oder Lichtmaschinenstrom (Ladebooster) wird mit einer Lithiumbatterie nur noch genutzt, wenn Solar, wegen schlechtem Wetter, zu wenig Energie liefert. Ein einfaches, meist kleines Ladegerät für 230V reicht dann aus, schon hat man wieder einige 100 Euro eingespart. Wenn so eine Anlage konsequent durchgeplant und optimiert ist, liegt der Mehrpreis einer Lithium Batterie im Wohnmobil gar nicht mehr so weit von einem annähernd gleich leistungsfähigen Bleibatteriesystem entfernt. Bleibatterien werden jedoch nie Lithium Batterien schlagen können.
FAQ Lithiumbatterie im Wohnmobil:
Eine Sammlung von Fragen, die immer wieder gestellt werden. Sicher sind es teilweise Anfängerfragen, von Menschen, ohne jegliches Hintergrundwissen. Aber das erwarten wir auch nicht – die meisten unserer Kunden möchten ja schließlich einfach nur Strom haben. Und dass das Thema Strom für Viele ein Buch mit sieben Siegeln ist, das ist nun mal so. Daher gibt es hier möglichst einfach formulierte Antworten:
Welche Batterie ist für mein Wohnmobil und mich optimal?
Optimal ist eine Lithiumbatterie, möglichst groß, wenn Geld keine Rolle spielt. Sollen wir etwas wirtschaftlicher und vernünftiger vorgehen, dann hilft nur eines: eine individuelle Beratung. Denn so unterschiedlich Wohnmobilreisende reisen, so vielfältig sind auch Anforderungen, Wünsche, Budget.
Unser Rat: ~200AH
Hier wäre bereits ein ausreichender Strompuffer (~ca. 20%) berücksichtigt.
Wie gut / schlecht sind Lithiumbatterien für die Umwelt?
Hier könnte man nun sehr weit ausholen. Das (nicht ganz verkehrte) Argument der Kritiker von Lithiumbatterien lautet: Für Bleibatterien gibt es ein ausgeklügeltes und funktionierendes Recycling-System, für Lithiumbatterien nicht. Außerdem ist der Abbau von Lithium mit hohen Umweltbelastungen verbunden. Das stimmt auch, ist aber nicht ganz so schwarz-weiß. Recycling-Systeme für Lithium sind im Aufbau. Hinzu kommt, dass eine Lithiumbatterie deutlich länger hält als eine Bleibatterie. Und viele Bleibatterien landen einfach im Müll. Und nicht Wenige werden nach Afrika verschifft, wo sie ohne jeglichen Schutz auseinandergenommen werden, um recycelt werden zu können. Und das Lithium aus dem Erz auszuwaschen, benötigt Wasser. Das Problem ist, dass umweltschonende Gewinnungsprozesse teuer sind. Und da schlägt die Profitgier zu – auch bei den verantwortlichen Politikern in so manchen Regionen.
Es gibt in Europa sind einige Erzbergwerke für den Lithiumabbau in der Planung.
Darf ich jede Lithiumbatterie ins Wohnmobil einbauen?
Man kann jede Lithium Batterie im Wohnmobil installieren. Darauf zu achten, dass eine Batterie eine CE-Kennzeichnung hat! Gerade bei günstigen Produkten aus Fernost ist dies nicht der Fall. Ebenso wenig wie bei Selbstbau Lithiumbatterien. Achtung: Einige günstige Hersteller haben nicht alle notwendigen Prüfzeichen. Achten Sie darauf, dass die Batterien von zertifizierten Herstellern nach DIN ISO 9001 gefertigt worden sind. Dies kann beim Verkäufer vor dem Kauf erfragt werden.
Sind Lithiumbatterien gesundheitsschädlich?
Lithium-Eisenphosphat-Batterien gasen nicht und explodieren nicht. Beides kommt der Gesundheit eher zugute.
Lithiumbatterie „Made in Germany“ oder „Made in China“?
Für die Qualität ist es nicht entscheidend, wo genau eine Batterie zusammen gebaut wird. Viele namhafte Hersteller und Marken lassen in Fernost produzieren, gemäß ihren Vorstellungen und QM-Richtlinien. Entscheidend ist, dass dies ebenso geschieht. Vor allem aber muss der Importeur / Hersteller einen anständigen deutschen / europäischen Service bieten. Die Batterie muss zeitnah repariert bzw. getauscht werden können, die Kommunikation in deutscher Sprache muss funktionieren und die Anwendung von deutschem Recht bzgl. Gewährleistung muss gewährleistet sein.
Eine LiFePO4 für’s Wohnmobil günstig selbst bauen oder fertig kaufen?
Wer mit dem Gedanken spielt, sich selbst eine Lithiumbatterie zu bauen, sollte sich im Klaren sein: Es ist möglich, aber es ist heute nicht mehr wirklich günstiger als ein fertiges System zu kaufen. Außerdem sollte man sich wirklich sehr gut auskennen. Klar ist, dass jegliche Prüfkennzeichen fehlen und man im Falle eines „Zwischenfalls“ gegenüber der Versicherung in Erklärungsnot geraten kann.
Welche LiFePO4 für Wohnmobil oder Campingbus?
Gleiche Antwort: Kommt darauf an. Auf den täglichen Strombedarf, das Reiseziel, ob Sie täglich, wöchentlich oder gar monatlich einen Platzwechsel vornehmen. Und wie viel Platz vorhanden ist. In vielen Fahrzeugen bestimmt der Platz die maximal mögliche Batteriekapazität.
Wer baut Lithium Batterien in mein Wohnmobil ein?
Die bei uns gekaufte Komponenten können selbst verbaut werden. Hierbei kommt es natürlich darauf an, was Sie sich zutrauen. Eine Bleibatterie gegen eine Lithiumbatterie auszutauschen ist kein Problem. Die Ladetechnik muss aber abgestimmt werden.
Bei Fragen oder Unsicherheiten können Sie sich gerne an uns wenden. Das gilt natürlich auch dann, wenn Sie eine Werkstatt haben, die unsere Komponenten für Sie einbaut. Besser einmal zu viel nachgefragt, als dass es hinterher nicht funktioniert! Komplexere Installationen bedürfen schon etwas mehr an Strom-Know-how, denn hier sollte man wissen, was man tut. Man kann es lernen, wenn man sich denn intensiv damit beschäftigen möchte.
Welche Batterie für Solar im Wohnmobil?
Lithium Batterien sind die perfekten Akkus für die Solaranlage. Insbesondere dann, wenn Sie langfristig stromautark campen möchten.
Bei GEL, AGM, Blei Batterien im Wohnmobil muss man immer wieder eine Steckdose anfahren, um die Batterien voll zu laden, um die Absorptionsladezeit zu gewährleisten – das geht sich mit Solar einfach nicht aus.
Lithium oder AGM Batterie für’s Wohnmobil?
Im Prinzip kommen im Wohnmobil drei Batteriesysteme zum Einsatz: Blei, GEL, AGM und LITHIUM. In unserem Shop kann man LiFePO4 – LITHIUM Batterien. Die Erfahrung zeigt, dass Blei, Gel, AGM Batterien manchmal recht schnell das Zeitliche gesegnet haben. Die Zahl an Reklamationen sind sehr hoch. Deshalb verkaufen wir Lithium Batterien: Man bekommt sie kaum kaputt. Vorausgesetzt, sie sind ordentlich installiert und werden „sorgsam“ behandelt.
Was ist die Absorptionsspannung?
Erst wird eine Batterie voll geladen, mit Solarstrom, Landstrom, der Lichtmaschine. Dann erfolgt die Absorptions-Ladespannung. Diese bewirkt bei Bleibatterien, dass die Sulfatierung vermieden wird. Hier ist eine regelmäßige passende Ladespannung über mehrere Stunden hinweg erforderlich – sonst droht der Batterie der vorzeitige Tod. Bei Lithium Batterien ist dies kein Thema.
Ist Lithium gefährlich?
Wir sehen Bilder von spektakulär brennenden Elektroautos, und von Smartphones, die ihren Benutzern um die Ohren fliegen. Darin sind Lithium IONEN Akkus verbaut. Wir jedoch verwenden im Wohnmobil LiFEPO4 „Lithium-EISEN-PHOSPAT“ Batterien. Diese explodieren und brennen nicht.
Welche Batterie für Wohnwagenmover?
Für den Mover gibt es eine spezielle, kleine Lithiumbatterien.
Es handelt sich hierbei um eine tragbare Lithiumbatterie mit integriertem Ladegerät, sie kann also mitgenommen und über Landstrom (oder Solarstrom) nachgeladen werden. Man kann sie auch mit an den Strand nehmen, für die Kühlbox.
Wie viele Batterien braucht ein Wohnmobil?
Eine Frage, die eigentlich durch eine individuelle Beratung beantwortet werden kann. Wenn Sie noch nicht soweit sind, dann versuchen Sie es doch mal mit diesem Rechner, der dabei hilft, anhand des täglichen Stromverbrauchs die benötigte Leistung von Solaranlage sowie die Batteriekapazität (Blei, AGM, GEL oder Lithium) zu berechnen.
Lithiumbatterie für eine Inselanlage?
Gartenhaus, Offgrid-Ferienhaus, Atomschutzbunker – eine fest installierte Solaranlage, also eine Inselanlage, benötigt natürlich auch eine Batterie. Eine Lithium Batterie ist hier meist nicht sehr wirtschaftlich sinnvoll. Denn der eigentliche Vorteil der Lithiumbatterie ist ja die Platz- und Gewichtseinsparung im Vergleich zu Bleibatterien. Und deren langen Lebensdauer, gerade bei regelmäßiger Nutzung. Aber ja, sicher, eine Lithium Batterie funktioniert auch mit einer Inselanlage, sehr gut sogar.
Welche Batterie braucht man für einen Wechselrichter?
Es kommt auf die Leistung an, die der Wechselrichter aus der Batterie ziehen möchte. Angegeben werden die maximalen Entladeströme, die einer Batterie entnommen werden sollen, in „C“. Also 0,2C oder 2C. 0,5C heißt beispielsweise, dass eine Batterie mit 100Ah mit maximal 50A belastet werden darf. 50A x 12V = 600 Watt. Der Wechselrichter sollte also nicht mehr als 600 Watt aus der Batterie saugen. Lithium Batterien haben hier übrigens viel höhere Werte als Bleibatterien.